Archiv für November, 2007

Once again: The Cult

Veröffentlicht in Bombastisch bei November 9, 2007 von monokel

Buchtip! KLAUS WOWEREIT…….und das ist auch gut so.

Veröffentlicht in Bombastisch bei November 9, 2007 von monokel

klaus wowereit2Der regierende Bürgermeister von Berlin ist in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen. Seine Mutter war eine alleinerziehende Arbeiterin, von ihr hat er hartes Arbeiten, Mut, Durchsetzungsvermögen und Lebenslust gelernt. Spannend schildert der 54-Jährige seinen Weg vom Jurastudenten in die Politik, vom Volksbildungsstadtrat zum Bürgermeister. Er spart auch Privates nicht aus, erzählt von Schicksalsschlägen, wie vom frühen Tod zweier Geschwister, der Pflegebedürftigkeit seiner alten Mutter. Offen schreibt er über seine Homosexualität. Die sympathische Autobiografie eines Vollblutpolitikers.”

Für mich verkörpert Klaus Wowereit Menschlichkeit in der Politik. Wowereits müsste es viel mehr geben.

Drei Frisuren

Veröffentlicht in Mittelmässig Mit Tags, , , bei November 8, 2007 von monokel

Es gibt zwar immer wieder neue Haartrends in unserer frisurentechnisch hoch entwickelten Zeit doch beim genauen Hinsehen gibt es eigentlich nur drei Frisuren ,speziell bei Frauen: Erotisch, praktisch und rette, was es zu retten gibt. In Altersstufen könnte es dann so aussehen: Bis dreissig lang und voll, dann kurz und praktisch und alles was danach kommt ist eigentlich nur noch eine Art Restauration.

Bei Männern sieht es das doch ein bisschen anders aus. Spätestens ab vierzig Haarausfall mit Kompensation durch offensiven Glatzenschnitt, nicht immer, aber oft. Auch Frau kann Haar verlieren, aber die müssen ja immer Haar zeigen, denn Hüte sind out deswegen wird auch Zeit ihres Lebens Instandhaltung betrieben.

Für mich gibt’s nur zwei Frisurenvarianten: Die “Arbeitsfrisur” und die ” jetzt gehe ich nicht zur Arbeit” Frisur !

Keine Werbung oder Postwurfsendungen !

Veröffentlicht in So nicht! Mit Tags, , , , , bei November 7, 2007 von monokel

Es steht breit und klar auf meinem Briefkasten:Keine Werbung oder Postwurfsendungen! Und womit ist mein Briefkasten jeden Tag zugemüllt? Mit Werbung und Postwurfsendungen! Was ist an diesem inhaltlich, kompletten Satz, so schwer zu verstehen? Entweder können die Einwerfer sehr schlecht lesen, gar nicht lesen oder wollen nicht lesen. Oder Personen aus dem “Hintergrund” manipulieren die Einwerfer, indem sie sagen:” Ignoriere jede angebrachte Information, in der Nähe eines Einwurfschlitzes so gut du kannst und fühle dich dadurch eher motiviert, den jeweiligen Briefkasten zu zumüllen! Dann wird aus dir einmal ein richtig, grosser Einwerfer und wir werden dich in das ” Einwerfen in Grosstädten” einführen !”

Es könnte aber auch sein, dass ich mit meinem Briefkasten in ein Versuchsprojekt eingebunden bin, und “die” mich jetzt testen, wie ich auf Postwerbung, aller Art, reagiere. So, wie wenn bei einer Katze oder einem Hund neues Futter getestet wird.

Was müsste den auf dem Sticker neben dem Einwurfschlitz stehen, dass nur noch adressierte Ware reingeht? Vielleicht würde ein Sticker mit einem Gewehr und einem Totenkopf das klären. Oder ein paar echte Blutstropfen mit dem Hinweis, dass dieses Blut vom letzten Einwerfer stammt, der versuchte, nicht adressierten Postmüll einzuwerfen, und ihm dabei durch die Automatik, zwei Finger abgetrennt wurden!

Heute wird gestreikt!

Veröffentlicht in So nicht! Mit Tags, , , bei November 6, 2007 von monokel

streik

Ich möchte mit diesem Beitrag meine Solidarität mit den 12000 streikenden Autoren in Los Angeles und New York zeigen, deshalb wird hier und heute gestreikt! Grüsse auch an alle lieben Eisenbahner, heute ist Streiktag!

Asexuel

Veröffentlicht in Allerhand Mit Tags, , , , bei November 5, 2007 von monokel

Was für ein prägendes Erlebnis, das erstemal Sex zu haben. Sicher nicht für jeden. Bei Asexuellen Menschen, man schätzt 1% der Weltbevölkerung, sieht’s ein bisschen anders aus. Die haben einfach kein Interesse an Sex oder an dem, was mit Sex zusammenhängt. Bei denen ist wahrscheinlich “das Erstemal” genauso interessant wie “das Zwölfte-” oder “das Achtundzwanzigstemal”. Eigentlich eine traurige Vorstellung. Der Akt der Fortpflanzung, resp. Sex, hat doch was mit Instinkt und Bedürfnis zu tun, wie Essen und Trinken!? Man könnte sich die Frage stellen, leiden Asexuelle Menschen an einem genetischen Defekt oder aber wirkt deren Umfeld derart abtörnend, dass sie Nichts von Sex&Co wissen wollen?

Wie sieht die Asexualität in einer Partnerschaft aus? Er will und sie nicht, wieder nicht! Oder sie oder er macht mit, nur um Konflikte zu vermeiden. Das wäre dann ungefähr so, wie wenn der eine Partner Golf spielt, weil es der andere macht, nur um Streit zu vermeiden, weil eben einer der beiden darauf besteht. Grauslige Vorstellung. Klar gibt’s kleine Arrangements in Beziehungen, aber beim Sex hört doch der Spass auf!

Abgründe!

Veröffentlicht in So nicht! bei November 4, 2007 von monokel

Irgendwann kennt man sicher wirklich jede Hausecke und jede Seitenstrasse am täglichen Arbeitsweg zum Brötchgeber. Mein Arbeitsweg beträgt 6 Kilometer und führt von einer Microgemeinde zur nächsten. An meinem Arbeitsweg befinden sich keine exponierten Gebäude, keine spektakulären Kreuzungen oder Roundabouts, keine Brücken, keine Kirchen, Dome oder Kapellen oder sonst irgendwelche auffälligen Mauerwerke. Also Nichts, was auffällt. Die ganze Gegend ist eigentlich tiefste Provinz am Bodensee. Die nächst grössere “Stadt” in 30 Kilometer Entfernung, ist St.Gallen.

Was mir aber in den letzten Monaten an dieser Strecke ins Auge fällt ist, dass sich die Anzahl der Bordelle innerhalb dieser kurzen Stecke, von eins auf vier innerhalb eines Jahres, verändert hat. Genauer gesagt, befinden sich diese vier Etablissements innerhalb von einem Kilometer, direkt an der Hauptdurchzugsstrasse.

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Das erste Bild zeigt das Studio “Silver Moon” mit “Asia-Bereich”. Auf dem zweiten Bild, direkt gegenüberliegend sieht man den “Club Noir”. Und auf dem dritten Bild sieht man das “Bluemoon “, das von den Hells Angeles betrieben wird. Das vierte Bordell ist illegal und befindet sich in einem Wohnblock, von dem ich kein Foto gemacht habe. Auch das ist von der Strasse aus, an der roten Beleuchtung, gut zu erkennen. Warum sich in so einer kleinen Gemeinde wie AU, so viele Bordelle ansiedeln, könnte man so erklären. AU liegt direkt an der österreichischen Grenze und nicht weit weg von Deutschland. Im österreichischen, angrenzenden Bundesland Vorarlberg ist die Prostitution verboten, deshalb sind viele Kunden aus Österreich und die nächsten Bordelle sind ca. 30 Kilometer weiter weg.

Ich find’s in Ordnung, wenn man dieses Geschäft auf diese Art halbwegs entkriminalisiert. Kommt dazu, dass die Beschäftigten, gesundheitlich überwacht werden und unter “menschlicheren” Arbeitsbedingungen arbeiten. Nicht in Ordnung finde ich die Lage, weil die Bordelle an einem Schulweg liegen.

Die hohe Anzahl der Bordelle wird als gegeben hingenommen und ob noch eins dazu kommt, spielt dann auch keine grosse Rolle mehr. Es soll jeder nach seiner eigenen Facon glücklich werden und wenn einer dem Rotlicht fröhnt, dann soll er’s! Aber das Microkaff AU, ist so auf dem besten Weg, das “Hurendorf” zu werden.

 

Rubrik Gastkommentar : Franz Schandl über das Wesen der Arbeit, Teil II

Veröffentlicht in Gigantisch bei November 1, 2007 von monokel

Alle reden von Arbeit. Aber reden alle, wovon sie wissen? Grundgelegt ist diesem Gerede ein ontologischer Arbeitsbegriff, der versucht, alles, was nur irgendwie in den Bereich einer Tätigkeit fällt, für sich zu vereinnahmen. Die Behauptung: »Arbeit ist ein Zentralbegriff des Menschseins, so wie Freiheit oder Tod oder Liebe« ist naheliegend, aber falsch.
Außerdem, was sind Tätigkeiten, die nicht auf einen zukünftigen Zweck ausgerichtet sind? Heißt das dann, daß der Rest der Tätigkeit, der Nichtarbeit ist, auf zwecklose Tätigkeiten aus ist? Ferner: Was ist der Inhalt des angeführten Zweckes? Das bürgerliche Individuum sieht vor lauter Arbeit keine Differenz mehr. Ihm ist wahrlich alles gleich. Arbeit ist Arbeit ist Arbeit. Was Arbeit ist, ist damit aber keineswegs gesagt. Je mehr man überall Arbeit sieht, desto weniger kennt man sich aus.

Die Weihnachtswunschliste ist fertig!

Veröffentlicht in Zufriedenstellend Mit Tags, bei November 1, 2007 von monokel

Hallo liebes Christkind! Bring’ mir bitte folgende Sachen zu Weihnachten:

- eine Wintersaisonkarte für das Skigebiet in Lech am Arlberg
- eine komplette, neue Winterskiausrüstung
- einen neuen Plasmafernseher
- ein neues Paar Rattle Snake Boots
- ein neues Auto ( am liebsten einen RS4 oder einen RS6, aber nur in dunkel-metallic )
- einen neuen Chef
- eine neue Lederjacke
- einen neuen PC, Intel Quadcore 500 GB…
- eine neue Nachbarin
- eine neue, schwarze Ledersitzgarnitur
und einen dreiwöchigen Urlaub auf Wikiki.

Das wäre eigentlich Alles. Aber es ist gut möglich, dass das eine oder andere noch dazu kommt.
Allerdings wäre ich dir sehr verbunden, wenn ich das Auto und den Plasmafernseher schon jetzt bekommen könnte, weil diese doch sehr wichtigen, NON-Luxus Güter, schön der Reihe nach, bei mir kaputt gehen. Deshalb brauche ich den Krempel jetzt schon, alles klaro?! Ich sag’s auch bestimmt Niemandem. Dafür denke ich auch ganz fest an jene Mitmenschen, die an mich denken.
Frohes Fest!

Rubrik Gastkommentar : Franz Schandl über das Wesen der Arbeit, Teil I

Veröffentlicht in Gigantisch Mit Tags, bei November 1, 2007 von monokel

»Fleißig, sagt man, wären diese Menschen wie Unsummen Bienen. Ergo summ. Sie würden immer, sagt man, schuften, schinden, hetzen. Vorher könnten sie nicht ruh’n. In der Arbeit liegt, sagt man summa summarum ihr Lebenszweck. Man sagt auch, daß man sagt, man sagte, daß sie werken wie besessen, nicht gemütlich wären, weil man sagt, es gäbe ständig etwas zu tun. Hesiod sagt: Arbeit schändet nicht. Und Benn sagt: Arbeit heißt Steigerung zur geistigen Form. Das Arbeiten ist meinem Gefühl nach dem Menschen so gut ein Bedürfnis als Essen und Schlafen, sagt Humboldt. Man sagt auch, daß man sagt, man sagte, daß sie werken wie besessen, nicht gemütlich wären, weil man sagt, es gäbe ständig etwas zu tun. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen, sagt man. Ora et labora. Arbeit macht frei. Arbeit, sagt man, macht erst das Leben süß«