Das Handy in Kinderhänden

So wie es sich zeigt, entsteht hier ein neues, ernsthaftes Problem für Pädagogen und Eltern. Immer wieder liest und hört man, dass Handys unter Schülern zur Demütigung anderer eingesetzt werden. Es werden Aufnahmen von Brutalitäten und sexuellen Handlungen aufgenommen, die einen besonderen Reiz auf die Jugendlichen ausüben. Nicht selten landen diese dann im Internet. Eigentlich sollten die Eltern die Handys der Kinder kontrollieren. Macht wahrscheinlich niemand. Der Zugang zu pornografischem Filmmaterial und Filmen mit Gewaltszenen wird auch immer einfacher. Ein striktes Handyverbot für Jugendliche an Schulen wird nicht ausreichen. Nicht nur die Eltern sind gefordert möglichst früh, die Heranwaschsenden zu schützen. Das muss sich ja nicht in einem Totalverbot zeigen, sondern Aufklärung im Sinne eines verantwortungsvollen Umganges mit Handy, Internet und Rest, nich‘ war?

16 Antworten to “Das Handy in Kinderhänden”

  1. midnightmidge Says:

    jawohl, wird gemacht

  2. @mm:
    Äh, wie meinen, bitte?

  3. Das Merkwürdige ist ja, dass sich viele Kids in den „Aufklärungs-„stunden an der Schule (also was solche Videos und überhaupt Gewalt angeht) äußerst verständig zeigen und auch anscheinend einsehen, dass sowas schlecht ist. Kaum sind sie aber aus dem Schulhaus raus, sieht die Welt ganz anders aus und man schiebt sich wieder die tollen Videos rüber…

    Die Kinder wissen genau, was sie wie in der Schule oder bei Eltern sagen müssen, um sich den Belehrungen zu entziehen.

    Schwieriges Thema… viele machen ja einfach aus Gruppengefühl mit.

  4. midnightmidge Says:

    @ Robonokel, dein Beitrag endete mit nich wahr, dem ich nur ein jawohl zufügen konnte. Desweiteren werde ich mich, sollten Kinder auftauchen, verantwortungsvollerUmgangAusklärungstechnisch verhalten.
    @ glasok, ich wusste auch immer, wie man eine Geschichte zu Hause erzählen musste, dass sie keinen Ärger nach sich zieht. Aber ich bin immer mit einem eigenen Kopf aufgewachsen und meine Mam, die Frau, die sagt Erziehung ist Glückssache, hat mich immer so erzogen, dass ich solchen gruppendynamischen Prozessen kritisch und selbstbestimmt gegenüber stand.

  5. @glasok:
    Problematisch ist auch, dass die Jugendlichen abstumpfen. Wenn ich Gewalt und Pornografie jeden Tag sehr leicht konsumieren kann, dann entsteht ja Gewöhnung und man findet irgendwann nicht mehr viel Unmenschliches daran.
    @mm:
    Sehr vernünftig…

  6. midnightmidge Says:

    @ Robonokel, hatte meine fünf Minuten😉

  7. Und irgendwann werden HD-Camcorder ganz klein, handlich und erschwinglich
    Dann gnade uns irgendwer

    (Gab es dieses Thema eigentlich damals schon so breitgetreten, als Handys noch 3310 hießen und keine Kamera hatten? Fortschritt für den Rückschritt..ei ei ei..)

  8. @mm:
    Solange es nur 5 Minuten sind…

    @ Uwe:
    Zu den 3310 und 3210 Zeiten war der schlimmste Missbrauch sicher nicht mehr als ein obszönes SMS. Schaut‘ heute schon anders aus. So wie es aussieht : Je mehr die Dinger können, desto mehr Missbrauch. Ein 12-jähriger Schüler braucht kein Handy, völlige Zweckentfremdung, und überhaupt….;-)

  9. Damit, ob ein Schulkind unter 15 Jahren schon ein Handy braucht, fängt die ganze Sache ja schon an. Sie, die Kids, WOLLEN es haben. Aber nicht weil sie es sinnvoll gebrauchen wollen (in ihren Augen wollen sie es). Sie wollen es einfach haben, weil jeder andere in der Klasse ja auch eines hat, und weil die Industrie immer kleinere und bessere Handys ausspuckt und diese auch zu umwerben weiß.
    Man sollte sich als Elternteil schon sehr ernsthaft überleben ob der Nachwuchs wirklich so ein Gerät braucht. Sind wir als Kids nicht wunderbar ohne Handys aufgewachsen und konnten uns im Notfall (wenn man mal ein wenig später vom Kumpel nach Hause kommt, weil man nicht so auf die Zeit geachtet hat) auch so verständigen?

  10. @AndiBerlin:
    Ich glaube auch, dass Handys bei Schülern eine Besitzdynamik erzeugen, gegen die nur schwer anzukommen ist. Wahrscheinlich würde ich in dem Alter auch unbedingt eins wollen, aber wie gesagt, die Eltern und Lehrer sind hier sicher gefordert.
    Was hat den ein 12-jähriger so Wichtiges zu sagen, dass er unbedingt ein N95 mit Fernsehfunktion und intergriertem GPS braucht?

  11. midnightmidge Says:

    Die Raumsuche gestaltet sich mit GPS wohl wesentlich einfacher. Bald gibt es auch keine Raumnummern mehr, sondern nur die Koordinaten…

  12. @mm:
    Raumsuche, Koordinaten, GPS, very „spacey“

  13. Schlimme Entwicklung. Ein Pornofilmchen wird wohl keinen allzuschlechten Einfluss auf die Entwickling eines heranwachsenden haben. Diese Gewaltexzesse schon eher. Der Gruppenzwang macht es sicher schwer sich dem Wunsch eines Mobiltelefons für den kleinen zu entziehen. Leider ist Pandoras Büchse schon geöffnet, schwer den Deckel wieder drauf zu bekommen…

  14. @crosa:
    Die schleichende, verzögerte Entwicklung dieser Problematik, macht Alles noch schwieriger, vernünftig dagegen vorzugehen. Du hast recht, wer soll das stoppen?

  15. Ja, die Büchse der Pandora, die man nicht mehr verschliessen kann …
    Da ist eigentlich auch in erster Linie mal wieder das Vorleben zu Hause gefragt. Allerdings bringt das wohl in der heutigen Zeit auch kaum noch etwas. Immer mehr Eltern ist die Kindererziehung gleichgültig – sollen sich doch Kindergärten und Schulen darum kümmern. Die sind vollkommen damit überfordert, weil die Kiddies sich nicht in der Schule etwas anerziehen lassen wollen, wo doch offensichtlich die eigenen Eltern keinen Wert drauf legen. Eine wirklich üble Ausweglosigkeit …
    Ob allerdings Kinder mit 10 Jahren schon ein Handy brauchen? Ich denke mal nicht! Aber auch das entscheiden die Eltern selber und lassen die Jüngsttelefonierer dann damit allein.
    Einzig für einen Zweck wird der große Erziehungsfinger gehoben: paß man bloß auf die Kosten auf, mehr als die 10 Euro im Monat gibts nicht!

    Ich bin mal heilfroh, daß es zu Kinderzeiten meiner beiden Ableger so einges Übel der jetzigen Zeit nicht gab. Ob man sich nämlich als Eltern letztlich gegen alles durchsetzen kann? Einiges vielleicht – aber vieles sicher auch nicht.

  16. @Anne:
    Ja, ich glaube es wurde alles erwähnt. Gefordert sind Erziehungsberechtigte wie Pädagogen präventiv vorzugehen. Unerwünschte, hohe Handyrechnungen sind ja nur ein Teil des Problems.
    Es sollte halt kein Gewöhnungseffekt zur ganzen Problematik entstehen, der dann im Satz: „Das ist halt so“, endet.

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